Hölderlin, eBook (epub)
Das Klischee vom umnachteten Genie im Turm
Dichter, Patient, Mensch
Friedrich Hölderlin steht wie niemand sonst in der deutschen Literatur für das Klischee vom wahnsinnigen Genie. Jann E. Schlimme und Uwe Gonther – beide Psychiater, beide ausgewiesene Hölderlinexperten – befragen die Quellen, um sein Leben in der sogenannten »Turmzeit« zu verstehen, anstatt sie psychopathologisch zu deuten:
Wie sah Hölderlin sich selbst, wie beschrieben ihn die Menschen, die ihm nahestanden? Wie schilderten ihn die Ärzte seiner Zeit? Und sie setzen diese Zeugnisse in Beziehung zu den zahlreichen posthumen diagnostischen Versuchen. Schlimme und Gonther kommen zu einem anderen, neuen Verständnis: Psychotische Krise und mühevolle Genesung? Ja. Umnachtung? Nein.
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DDPP Herbstsymposium: »Wahn als Konstruktion von Bedeutung – Folgen für Psychotherapie und Gesellschaft«
Wahn wird häufig verstanden als krankheitsbedingte, fehlerhafte, scheinbar unverständliche Beurteilung der Realität. Der Bedeutung dieses Phänomens für Betroffene, aber auch für das Mensch-sein an sich wird dieser Definitionsversuch kaum gerecht. Wer wahnhaft wird, konstruiert Bedeutung – um sich herum, aber auch für sich selbst – zur Not auch um den Preis des Bezugs zur geteilten […]


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