In Gegenwart der Vergangenheit

Die Reintegration von Täterinnen und Tätern der NS-»Euthanasie« in Niedersachsen nach 1945

Format:
Kartoniert
Auflage:
1. Auflage 2019
Seiten:
120
ISBN:
978-3-96605-001-2
Erscheint am:
16. Dez. 2019
25,00 

Nach 1945 war die deutsche Psychiatrie geprägt von Ärztinnen und Ärzten, die im Nationalsozialismus an Medizinverbrechen beteiligt gewesen waren. Auch im Land Niedersachsen sammelten sich viele Männer und Frauen, die in »Kinderfachabteilungen«, als »Euthanasie«-Tötungsärzte, als Gutachter und Anstaltsleiter erwachsene und minderjährige Psychiatriepatientinnen und -patienten ermordet oder diese Morde mitverantwortet hatten.

Die Arbeit zeichnet die Voraussetzungen und den Weg der Reintegration dieser Personen in Gesellschaft und Arbeitswelt der frühen Bundesrepublik nach. Im Fokus steht dabei die Frage, welche Rolle die niedersächsischen Behörden bei der Rückkehr von Täterinnen und Tätern in den Landesdienst spielten – und wie diese reagierten, als in den 1960er Jahren der NS-Tatkomplex »Euthanasie« erneut die Gerichte zu beschäftigen begann.

Leseprobe

Autoren und Herausgeber

Autor Dr. phil Christof Beyer

Dr. phil. Christof Beyer ist Kulturwissenschaftler und derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter im BMAS-Projekt ≫Wissenschaftliche Aufarbeitung des Leids und Unrechts, das Kinder und Jugendliche in den Jahren 1949 bis 1975 (BRD) bzw. 1949 bis 1990 (DDR) in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe oder in stationären psychiatrischen Einrichtungen erfahren haben≪ am Institut fur Geschichte und Ethik der Medizin der Ruprecht-Karls-Universitat Heidelberg.

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