Der regional vernetzte Krankenmord

Die Heil- und Pflegeanstalt Klingenmünster/Pfalz in Verbindung mit Baden, Bayern, Elsass und Lothringen

Format:
Kartoniert
Auflage:
1. Auflage 2018
Seiten:
220
ISBN:
978-3-88414-693-4
25,00 

Der vorliegende Band präsentiert die auf der Herbsttagung des Arbeitskreises zur Erforschung der nationalsozialistischen »Euthanasie« und Zwangssterilisation vom 11.-13.11. 2016 im Pfalzklinikum Klingenmünster vorgestellten neueren Forschungsergebnisse zur Geschichte der NS-»Euthanasie«. Er wird gemeinsam herausgegeben von Mitgliedern des Arbeitskreises und den Mitorganisatoren der Tagung vor Ort und Vertretern der gastgebenden Institution.

Ziel der Tagung wie des Tagungsbandes war es vor allem, die Patientenmorde in der Heil- und Pflegeanstalt Klingenmünster in den regionalen südwestdeutschen, auch über damalige Ländergrenzen hinausgreifenden Kontext einzuordnen, verbanden doch Verlegungswege der Opfer die damalige bayrische Pfalz mit dem restlichen Bayern, mit Baden und mit Elsass-Lothringen sowie dem hessischen Hadamar.

So finden sich im ersten Teil des Buches – »Klingenmünster im Kontext. Der NS-Krankenmord in regionalen und historischen Bezügen« – Beiträge zur Pfalz, zum Elsass und Bayern. Der zweite Teil des Bandes, »Nach dem Krieg. Klingenmünster, das Hungersterben und die Wahrnehmung des Krankenmordes in der französischen Besatzungszone«, führt das regionalgeschichtliche Thema weiter in die Nachkriegszeit. In der Tradition des Arbeitskreises, auch aktuelle ethische Fragen aufzugreifen, widmet sich der dritte Teil des Bandes der gegenwärtig diskutierten Frage des Datenschutzes und des Erinnerns an Patientenmord-Opfer unter dem Titel »Namensnennung und Erinnerung – gesellschaftliche und familiäre Prozesse«.

Leseprobe

Autoren und Herausgeber

Herausgeberin Prof. Dr. Maike Rotzoll

Prof. Dr. med. Maike Rotzoll ist Psychiaterin und Medizinhistorikerin an der Universitat Heidelberg. Sie hat zahlreiche Veröffentlichungen zur Medizin der Frühen Neuzeit, zur NS-Medizin, zur Geschichte der Psychiatrie im 19. und 20. Jahrhundert und zu Kunst aus psychiatrischem Kontext.

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Herausgeber Dr. phil. et med. habil. Georg Lilienthal

Dr. phil. et med. habil. Georg Lilienthal ist Medizin-Historiker; Habilitation für Geschichte der Medizin an der Universitat Mainz 1991, bis 2014 war er Leiter der Gedenkstätte Hadamar für Opfer der NS-≫Euthanasie≪-Verbrechen und Privatdozent an der Universitat Mainz. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Geschichte der Medizin und Kinderheilkunde, Geschichte der Unehelichenfrage, NS-Rassenpolitik und -Euthanasie-Verbrechen sowie zur Gedenkarbeit.

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Herausgeber Dr. phil Christof Beyer

Dr. phil. Christof Beyer ist Kulturwissenschaftler und derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter im BMAS-Projekt ≫Wissenschaftliche Aufarbeitung des Leids und Unrechts, das Kinder und Jugendliche in den Jahren 1949 bis 1975 (BRD) bzw. 1949 bis 1990 (DDR) in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe oder in stationären psychiatrischen Einrichtungen erfahren haben≪ am Institut fur Geschichte und Ethik der Medizin der Ruprecht-Karls-Universitat Heidelberg.

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Herausgeber Andreas Dietz

Andreas Dietz ist Dipl. Sozialpädagoge und Mitarbeiter im Bereich der Gedenkarbeit des Pfalzklinikums für Psychiatrie und Neurologie AdoR in Klingenmünster, sowieMitglied des Gedenkausschusses im Pfalzklinikum Klingenmünster.

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Herausgeber Dr. med. Michael Brünger

Dr. med. Michael Brünger ist Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie sowie Geschaftsführendes Mitglied des Ausschusses für Gedenkarbeit im Pfalzklinikum Klingenmünster. Wissenschaftliche Publikationen zu Autonomie und Zwang in der Behandlung von Kindern und Jugendlichen. Er ist Chefarzt und Leiter der Epilepsie-Ambulanz für Kinder und Jugendliche in Klingenmünster.

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