Suizidnachbesprechungen etablieren

Wenn ein Suizid an dem Ort geschieht, der als Ort des Schutzes für den Betroffenen und als Entlastung von Verantwortung für die Angehörigen gedacht war, dann bleibt von einem solchen Ereignis niemand unberührt. Die Autoren haben deshalb die Suizidnachbesprechung als festen Bestandteil der Nachbearbeitung von Suizidereignissen in ihrer Klinik etabliert. Dabei geht es nicht um Kontrolle oder Schuldzuweisung, sondern um ein unmittelbares Lernen aus der Situation, um eine angemessene Würdigung des Geschehenen und um die Fürsorge für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Angehörigen oder andere Beteiligte.

Neben einer knappen Zusammenfassung zum Wissen über den Suizid allgemein und im psychiatrischen Krankenhaus im Besonderen wird ein Konzept zum Umgang mit dem Krankenhaussuizid vorgestellt. Mit seinen transparenten Informationsregeln, festen Routinen und klaren Abläufen kann es auf viele psychosoziale Einrichtungen übertragen werden.

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Paare mit Paketen – Psychische Erkrankungen gemeinsam meistern

Wenn Partnerinnen oder Partner psychisch erkranken, potenzieren sich die Probleme, heißt es. Aber ist das wirklich und immer so? Karen-Susan Fessel hat elf Paare einfühlsam zu den Schwierigkeiten, aber auch eventuellen Vorteilen befragt. Mit zuweilen erstaunlichen Ergebnissen.

Wie lernt man sich kennen, und wann kommt die Wahrheit auf den Tisch? Entwickeln betroffene Paare ganz eigene Strategien in der Alltagsbewältigung? Wer stützt wen, und gibt es darin ein Gleichgewicht? Oder braucht es das gar nicht? Und wie gelingt es, Schwere in Leichtigkeit aufzulösen und Humor zu bewahren?

Elf beeindruckende Paare erzählen aus ihrem Leben. Ausdrucksstarke Porträts von Werner Krüper machen die eindringlichen Reportagen zu einem unvergleichlichen Buch!

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Achtsamkeit für Anfänger!

Das Gruppenprogramm »Achtsamkeit erleben« bietet einen niedrigschwelligen und strukturierten Einstieg in das Thema Achtsamkeit.

Das Grundkonzept sieht 10 Einheiten à 90 Minuten vor, kann aber auf die Bedürfnisse der jeweiligen Einrichtung angepasst werden. Teilnehmende können zu jedem Themenblock in die Gruppe einsteigen.

In den immer gleich strukturierten Einheiten wird jeweils eine Übung insgesamt dreimal durchgeführt. Dazwischen werden zentrale Kenntnisse des Achtsamkeitskonzepts erarbeitet: Autopilot, innerer Beobachter, der aktuelle Moment, Erlebnisbereitschaft, Akzeptanz und Selbstmitgefühl.

Moderationspläne, Arbeitsblätter, Übungsanleitungen, Aufgabenblätter und Erinnerungskarten stehen in Leichter Sprache als Download zur Verfügung. So kann die Leitung sich ganz auf die Gruppe konzentrieren und Teilnehmende können die Inhalte zwischen den Einheiten wiederholen.

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Suizidalität in den Fokus nehmen!

Suizidalität fordert alle Berufsgruppen in der psychosozialen Versorgung heraus und betrifft nicht nur Menschen mit psychischen Erkrankungen. Mit ihrem Buch »Suizidales Erleben und Verhalten« leisten die Autor*innen einen notwendigen Beitrag zur gesellschaftlichen Enttabuisierung des Themas Suizidalität.

Das vorliegende Handbuch räumt mit einigen »Mythen« rund um das Thema des suizidalen Erlebens und Verhaltens auf und trägt den aktuellen Wissensstand aus verschiedenen Perspektiven zusammen.

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Angst um diese Welt – psychische Krisen durch Umweltzerstörung? Vorlesungsreihe: »Anthropologische Psychiatrie«

Die Zerstörung der Umwelt betrifft uns auch im Inneren. Selbst die Leugnung der Gefahr kann unsere Vitalität blockieren. Wie kommen wir raus aus der Falle, die uns Konsumzwang mit Freiheit verwechseln lässt? Haben Psychoseerfahrene besondere Sensoren für gesellschaftliche Bedrohungen? Ist seelische Gesundheit ein Grund mehr für Umweltschutz? Die Sorge um die Natur braucht Solidarität.

Den aktuellen Vorlesungsdialog hat Thomas Bock mit Katharina van Bronswijk von den Psychologisch for Future (Ps4F) Hamburg geführt.

Auch im SS 2021 findet die Vorlesungsreihe »Anthropologische Psychiatrie – philosophische Aspekte psychischer Erkrankungen« online statt. Leitfrage diesmal ist: Gibt es die seelisch gesunde Stadt? 

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Facharzt*ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie gesucht

Die Stadt Bremerhaven (ca. 120.000 Einwohner*innen) sucht für den Sozialpsychiatrischen Dienst des Gesundheitsamtes eine*n  Facharzt*ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie oder Arzt*Ärztin mit einer vergleichbaren (psychiatrischen) Fachqualifikation (w/m/d).

Hier finden Sie das ausführliche Jobprofil ».

 Bei Interesse ggf. weitere Informationen über den Leiter des Gesundheitsamts Bremerhaven, Herrn Ronny Möckel (ronny.moeckel@gesundheitsamt.bremerhaven.de), den Verwaltungsleiter des Gesundheitsamts Herrn Dominik Schröder (dominik.schroeder@magistrat.bremerhaven.de ) oder den stellvertretenden Leiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes Bremerhaven, Herrn Dr. Uwe Peters (uwe.peters@magistrat.bremerhaven.de)

Ulrike-Fritze-Lindenthal-Preis

Die DGPPN (Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie,
Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V.) verleiht in Verbindung mit der Stiftung für Seelische Gesundheit den mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Ulrike-Fritze-Lindenthal-Preis – Förderpreis zur Entstigmatisierung und Autonomie psychisch kranker Menschen.

Der Preis zeichnet Projekte, Institutionen und Selbsthilfegruppen aus, die sich für eine nachhaltige Entstigmatisierung und Förderung der Autonomie von Menschen mit psychischen Erkrankungen engagieren. Der Preis kann geteilt werden.

Weitere Informationen und die Ausschreibung finden Sie hier ».

Vorlesungsreihe: »Anthropologische Psychiatrie – philosophische Aspekte psychischer Erkrankungen«

Auch im SS 2021 findet die Vorlesungsreihe »Anthropologische Psychiatrie – philosophische Aspekte psychischer Erkrankungen« online statt. Leitfrage diesmal ist: Gibt es die seelisch gesunde Stadt? 

Urbanes Leben lässt die Wahrscheinlichkeit, psychisch zu erkranken, steigen. Großstadt-Leben bedeutet Stress. Das hat mit Umwelt-faktoren wie Lärm und Luftverschmutzung zu tun, aber auch mit Reizüberflutung und fehlenden sozialen Orten für alle. Die Gefährdung der psychischen Stabilität ist nicht für alle gleich. 

Im ersten Dialog mit Prof. Dr. Thomas Becker geht es um Armut: »Arme Irre! Ist psychische Erkrankung/Gesundheit ungerecht verteilt?«

Belastet Arbeit unsere Seelische Stabilität? Wäre Grundsicherung ein Beitrag zur Prävention? Privilegierte leben auch in der Stadt gesünder. Für alle gilt: Je größer der Gegensatz von arm und reich in einer Kultur / Gesellschaft / Stadt, desto höher steigt die Rate der psychischer Erkrankungen. Mit ein Grund, warum in Hamburg die Rate der Krankschreibungen aus psychischen Gründen am höchsten ist?  

Thomas Becker kritisiert und fordert: »Wir wenden nicht angemessene Energie dem Skandal der Armut zu …. Soziale Räume, aufsuchende Hilfen und Kontinuität sind nötig gegen soziale Ungerechtigkeit beim Zugang zu Hilfen. Wir brauchen einen Schulterschluss mit sozialen Bewegungen!«.

Zum ersten Vortrag »Arme Irre!« »

Meet the Experts: Advanced Nursing Practice

2021 ist nicht nur ein besonderes Jahr für die Pflegenden und Hebammen, sondern auch für den Studiengang Psychische Gesundheit / Psychiatrische Pflege. Dieser feiert mit dem Start ins Sommersemester sein 10-jähriges Jubiläum. Dies nehmen wir zum Anlass Neues auszuprobieren, aber auch ein Altbewährtes fortzusetzen. Das „Meet-the-Experts“-Format ist in dem Studiengang ein altbewährtes. Neu daran ist, dass das Format in diesem Jahr erstmalig online stattfinden wird und dementsprechend vielen Personen in den deutschsprachigen Ländern die Chance bietet, niederschwellig und ohne entstehende Reisekosten teilnehmen zu können.

Fühlen Sie sich herzlich eingeladen zu einer Online-Vorlesung am 15.04.21 von 14:00 – 15:30 Uhr zum Thema »Advanced Nursing Practice (ANP)«. ANP stellt nicht nur eine Karrieremöglichkeit für Pflegende dar, sondern ermöglicht eine evidence-basierte und patientenorientierte Pflegepraxis mit Zukunft.

Zum Thema referiert die ANP-Expertin Sonja Freyer (MSc.). Sie verfügt nicht nur über theoretisches Wissen, sondern ist selbst als APN in einer psychiatrischen Klinik tätig. Zudem ist sie Präsidentin des Deutschen Netzwerks APN/ANP. In ihrer 60-minütigen Vorlesung wird sie ausführlich das Konzept ANP, die daran gekoppelten Kompetenzen und Aufgaben und die Implementierung von ANP anhand des PEPPA-Frameworks vorstellen. Im Anschluss wird es Raum für Fragen und Diskussionen geben.

Die Teilnahme ist kostenfrei, den Link zur Anmeldung und weitere Informationen finden Sie hier: meettheexperts.fh-diakonie.de

Mit Bipolarer Störung durch die Corona-Pandemie

Anlässlisch des internationalen Tags der Bipolaren Störungen am 30. März 2021 veröffentlicht die Deutsche Gesellschaft für Bipolare Störungen eine Pressemitteilung mit Hilfsmöglichkeiten in der Corona-Pandemie.

»Catherine Zeta-Jones, Ben Stiller und Kanye West haben eines gemeinsam – sie leiden an einer Bipolaren Störung. Menschen mit dieser Störung fallen von einem Gefühlsextrem ins andere: Auf manische Phasen mit teils euphorischen Höhenflügen folgt häufig eine tiefe Depression. Etwa 1-2 % der Menschen in Deutschland sind von einer Bipolaren Störung betroffen und haben dadurch ein erhöhtes Risiko, schwer an COVID-19 zu erkranken. Die soziale Isolation der letzten Monate belastet Betroffene wie Angehörige zusätzlich. Die Deutsche Gesellschaft für Bipolare Störungen (DGBS) informiert über Hilfsangebote.«

Die Angebote in Kürze:

»Menschen mit Bipolarer Störung und Angehörige, die allein nicht mehr weiterwissen, können sich an die Telefonberatung der DGBS wenden. Unter der kostenfreien Nummer 0800 55 33 33 55 stehen selbsthilfeerfahrene Angehörige und bipolar Betroffene als Ansprechpartner zur Verfügung – auch anonym. Eine Beratung ist außerdem per E-Mail unter mailberatung@dgbs.de möglich. Speziell für Angehörige bietet die DGBS zusätzlich moderierte Angehörigentreffen zum gemeinsamen Erfahrungs- und Informationsaustausch über Videotelefonie an. Weitere digitale Anlaufstellen sind das Bipolar-Forum oder entsprechende Gruppen in den sozialen Medien. Eine spezielle Mailberatung gibt es für im Gesundheitswesen Tätige, die selbst von einer Bipolaren Störung betroffen sind unter kontakt.sbp@dgbs.de.

Weitere Informationen/Anlaufstellen:
Webseite der DGBS: www.dgbs.de
Liste mit Hilfsmöglichkeiten: tinyurl.com/dgbs-hilfe
Kostenfreie Telefonberatung: 0800 55 33 33 55
Beratung per E-Mail: mailberatung@dgbs.de
Beratung für Selbst Betroffene Profis: kontakt.sbp@dgbs.de
Digitale Angehörigentreffen: Florian Klingler (f.klingler@dgbs.de)
Forum: www.bipolar-forum.de
Kliniken mit DGBS Gütesiegel: tinyurl.com/dgbs-kliniken«

Antistigma in Videos

Zusätzlich zur Pressemitteilung veröffentlicht die DGBS auch 5-minütige YouTube Videos auf ihrem Kanal. Hier können Sie die Videos ab dem 30. März ansehen ».

Hier können Sie die Pressemitteilung in voller Länge herunterladen:

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