Kaufmännische Sachbeatbeiter*in gesucht

Der Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V. setzt sich zusammen mit seinen Mitgliedsorganisationen für vernetzte und niederschwellige Hilfen für seelisch erkrankte Menschen und ihre Angehörigen ein und sucht für das Geschäftsstellenteam in Köln eine engagierte Verstärkung mit Organisationstalent und mehrjähriger Berufserfahrung, gerne auch zum beruflichen Wiedereinstieg, zum nächstmöglichen Zeitpunkt.

Die Stelle hat einen Umfang von 29,25 Wochenstunden (mit perspektivischer Aufstockung ab 2023), die Vergütung erfolgt in Anlehnung an den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD). Nach Absprache sind flexible Arbeitszeiten und Homeoffice möglich. Alle Informationen finden Sie in der Stellenausschreibung:

Wir trauern um Klaus Dörner

Er hinterlässt eine große Lücke – als Mensch und als Psychiater, der wie nur wenige die psychiatrische Landschaft in Deutschland bis heute verändert hat. Und mehr noch, Klaus Dörner hat das Denken und die Haltung psychiatrisch tätiger Menschen nachhaltig beeinflusst: Zusammen mit Ursula Plog hat er mit »Irren ist menschlich« eine humanistische, demokratische, eben zutiefst menschliche Psychiatrie entworfen. Eine, in der psychiatrisch Tätige lernen, sich selbst und das eigene Handeln durch die Augen des Anderen wahrzunehmen. Eine Psychiatrie auf Augenhöhe.

Klaus Dörner war nicht nur Theoretiker, seine unvergessenen Vorträge und zahleichen Bücher waren immer unmittelbar auf die Praxis bezogen, ob es um die Verwicklung deutscher Psychiater*innen in die Verbrechen der Nationalsozialisten ging, um gesellschaftliche Verantwortung, um (Versorgungs-)Politik oder um Wohn- und Lebensformen im Alter – sein Denken drehte sich ganz konkret um den menschlichen Umgang, um Achtung und Haltung. Der Appell: Psychiatrie aus der Sicht »der ›Schwächsten‹ her denken.«

Damit geriet er von Anfang an in die Schusslinie traditioneller, hierarchischer Strukturen und deren Vertreter*innen, doch »… wer über das Bestehende hinaus will, kann nicht mit Zustimmung rechnen, schon gar nicht von denen, die ihr eigenes Profi-Profil bedroht sehen müssen.«

Klaus Dörner ist sich bis zuletzt treu geblieben – und wenn es heute selbstverständlich ist (oder sein sollte), Angehörige, Peers und Selbsthilfe, Gemeindeorientierung und Hometreatment als unverzichtbare Elemente des Recoveryprozesses zu begreifen, so hat er einen nicht zu überschätzenden Anteil daran.

»Der Mensch ist zudem sowohl geeignet als auch gezwungen, sich zu überschreiten, sich zu transzendieren – auf andere Menschen hin, auf die Zukunft hin, auf die Natur hin … «
Klaus Dörner, 1993

Am Sonntag, den 25. September verstarb Klaus Dörner mit 88 Jahren. Wir verlieren mit ihm einen Freund, eine der wichtigsten Stimmen im Psychiatrie Verlag, unseren Mitbegründer und kritischen Begleiter.

Bild: Klaus Dörner beim Herausgebertreffen für »Irren ist menschlich« 2016 in Berlin.

Unsere Kinderbücher zum Erleben per App!

Einen Teil unserer Kinderbücher gibt es ab sofort auch auf Boksnok! Die innovative App für Kinderbücher kommt ursprünglich aus Schweden und ist nun endlich auch im deutschen App Store. Für 5,99€/ Monat könnt ihr unsere und hunderte weitere Kinderbücher von 2-9 Jahren lesen – und sogar anhören! Egal ob auf Reisen oder langen Autofahrten: Mit Boksnok habt ihr selbst offline unsere Bücher immer mit dabei!

Jetzt mehr erfahren »

Stellenausschreibung: Der BGT e.V. sucht zum 01.01.2023 für das Projekt “Hört mir zu – redet mit mir!” eine Projektleitung

Zum 01.01.2023 startet unser Projekt “Hört mir zu – redet mit mir!” – Menschen in einer rechtlichen Betreuungssituation organisieren sich in Selbsthilfegruppen und werden als Selbstvertreter*innen aktiv. Für den Aufbau und die Durchführung dieses Projektes wird eine engagierte Projektleitung gesucht.

Direkt zur Stellenausschreibung »

PEER4U: Neues Online Beratungsangebot für junge Angehörige von Menschen mit psychischen Erkrankungen!

PEER4U ist eine Online-Chat Beratung, die sich besonders an junge Menschen richtet, die eine nahestehende Person mit psychischen Problemen in ihrem Umfeld haben. Mit jemandem zu sprechen, der etwas Ähnliches erlebt hat, kann Kraft geben. Man fühlt sich besser verstanden und kann sich auf Augenhöhe austauschen.

Das Angebot

Der Live-Chat ist aktuell Montags, Dienstags und Sonntags von 18:00–22:00 Uhr besetzt. Außerhalb dieser Zeiten kann einfach eine Mail geschrieben werden, eine Antwort wird innerhalb von 3-4 Werktagen garantiert. Das Besondere ist: Diejenigen auf der anderen Seite des Chats, wissen genau, wovon die Rede ist. Das heißt, sie waren selbst mal in einer ähnlichen Situation und können so durch ihre eigenen Erfahrungen weiterhelfen. Außerdem werden sie geschult und während ihrer Tätigkeit von einer Supervisorin begleitet.

Zu PEER4U »

Psyche online – E-Mental Health: Ein Informationsabend zu Chancen, Risiken & Möglichkeiten

13.09.2022 · Beginn 18:30 Uhr
Ort: Fritz Thyssen Stiftung, Apostelnkloster 13-15, 50672 Köln
Veranstalter: Psychiatrie Verlag, Eckhard Busch Stiftung
Alle Informationen als PDF »

Mit zitternden Händen nehme ich den Videocall an. Fahre mir noch mal schnell mit den Händen durchs Haar, um wenigstens halbwegs präsentabel auszusehen. Die Corona-Pandemie hat mir zugesetzt. Körperlich und vor allem seelisch. Als das lächelnde Gesicht meiner Therapeutin auf dem Bildschirm erscheint, beruhigt sich mein Herzschlag wieder ein wenig. Durch meine Angsterkrankung konnte ich das Haus seit Wochen nicht verlassen. »Online-Therapie ist ein Segen«, denke ich bei mir.

Zoom, Apps, Online-Beratung über Chatfunktion – der digitale Wandel hat durch die Corona-Pandemie rasant an Fahrt aufgenommen. Nicht alle sind von den Möglichkeiten einer Online-Behandlung so überzeugt, wie eingangs beschrieben.

»E-Mental Health« bezieht sich auf ein breites Spektrum an digitalen Ressourcen, Diensten oder Programmen, die über Online-, Mobilfunk- oder Telefonplattformen (also internetgestützte Interventionen) bereitgestellt werden und Menschen mit psychischen Erkrankungen Unterstützung bieten. Sie bieten damit die Chance, den aktuellen Versorgungsengpässen entgegenzuwirken – vorausgesetzt sie basieren auf wissenschaftlich anerkannten psychotherapeutischen Techniken und erfüllen alle Sicherheitsstandards.

Am 13.09.2022 führen wir in das Thema »E-Mental Health« ein und beleuchten anhand von Beispielen und Erfahrungen die Chancen, Risiken und Möglichkeiten der digitalen psychosozialen Gesundheitsversorgung.

Die Teilnahme am Informationsabend ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Programm – Vorträge

»E-Mental Health zur Behandlungsunterstützung bei psychischen Erkrankungen«
Dr. rer. med. Margrit Löbner, Arbeitsgruppenleiterin der AG Versorgungsforschung und (E-)Mental Health am Institut für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health (ISAP) der Universitätsklinikum Leipzig.

»Von Apps, Online-Kursen und Communities: eine kurze Darstellung der Möglichkeiten«
Melanie Czarnik, Content-Management im Psychiatrie Verlag, Redaktion der Zeitschrift »Psychosoziale Umschau«.

»E-Mental Health: Integration in die Praxis«
Florian Ünver, Teil des Selfapy Teams. Selfapy ist Anbieter für Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) im Bereich der psychischen Erkrankungen.

»E-Mental Health in der beruflichen Rehabilitation«
Iris Kasel, Diplom-Psychologin und Teamleiterin des Projekts: G.A.T. (Gesundheit. Arbeit. Teilhabe) des Vereins Kette e.V. Der Verein bietet ein breites Angebot an Hilfen für Menschen mit Behinderung oder gesundheitlichen Einschränkungen und psychischen Erkrankungen in den Bereichen Wohnen, Arbeit, Tages- und Freizeitgestaltung an.

Mit anschließender Podiumsdiskussion und Raum für Fragen aus dem Publikum.

Frank Liffers, Moderation, Hürth

Informationen zu den aktuell geltenden Corona-Hygienebestimmungen finden Sie auf der Website der Fritz Thyssen Stiftung: www.fritz-thyssen-stiftung.de/veranstaltungen/liste-veranstaltungen

Irren ist menschlich – die Videoreihe!

In der kleinen Videoreihe »Irren ist menschlich« präsentiert Prof. Dr. med. Dr. phil. Andreas Heinz, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum der Charité Berlin, in je 20 Minuten verschiedene Aspekte aus der Psychiatrie und Psychotherapie.

Los geht’s mit dem Thema: »Zum Verständnis psychischer Erkrankungen«

Was ist eigentlich eine psychische Erkrankung? Wie definiert sich, ab wann ein Mensch »psychisch erkrankt« ist? Andreas Heinz geht dem Begriff auf die Spur und erklärt anhand welcher Kriterien eine psychische Erkrankung definiert werden kann.

Zur Videoreihe »

Trauma – eine (lebens)verändernde Erfahrung

Was ist ein Trauma? Wieso ist eine traumasensible Behandlung so wichtig? Und wie kann ich als Betroffene*r, Angehörige*r oder psychosozialer Tätige*r am besten damit umgehen? Antworten, Anregungen und Literatur für einen sensiblen Umgang mit Menschen mit traumatischen Belastungsstörungen.


Was ist ein Trauma?

Wie hört es sich an, wenn die Erde auseinander fällt? Unter der Erde, dem Stein und dem Geröll beginnt ein tiefes Grollen. Es schwelt im Inneren, bis der Boden plötzlich mit einem lauten Krachen auseinanderbricht und alles unter sich begräbt. Die Straße bricht weg und ist wenig später verschwunden. Erde und Asphalt rollen den Abhang hinunter, reißen Bäume auf ihrem unaufhaltsamen Weg mit und versinken im darunter gelegenen Meer. Der Aufprall löst eine Welle aus, die bis an den viele Kilometer entfernten Strand heranreicht, bevor sie sich wieder verläuft.

Jahre vergehen. Die Straße wird neu aufgebaut. Gräser und Blumen sind auf der neuen Felsformation gewachsen. Und auch das Meer ist schon lange wieder ruhig. Alles scheint so, als wäre nichts gewesen und doch … Schaut man genauer hin, kann man die Spuren der damaligen Schneise noch erkennen. Dieses Ereignis hat seine Umgebung verändert und Spuren hinterlassen.


Der Begriff Trauma (Mehrzahl Traumata) bedeutet psychische Ausnahmesituation (»Psychotrauma«). Ausgelöst durch überwältigende Ereignisse ( z.B. Gewalttat, Krieg oder Katastrophe), die eine Bedrohung für das Leben oder die körperliche Unversehrtheit des Betroffenen oder einer nahestehenden Person darstellt.

Gesundheit.gv.at

Fast jeder Mensch kennt traumatische Erlebnisse aus eigener Erfahrung. Viele sogenannte Schlüsselerlebnisse aus der Kindheit sind zum Beispiel traumatischer Natur. Sie haben sich ins Gedächtnis eingebrannt und können meist in einem gefühlten Detailreichtum wiedergegeben werden.

Doch nicht jedes traumatische Ereignis führt zu einer traumatischen Folgestörung, wie der PTBS (posttraumatische Belastungsstörung). Die allermeisten schlimmen Begebenheiten werden in die Biografie integriert, sind vielleicht noch abrufbar, wirken sich aber nicht negativ auf die Lebensqualität im Hier und Jetzt aus. Ein unverarbeitetes Trauma kann sich jedoch auch jenseits einer PTBS zeigen. Viele psychische Erkrankungen haben ihren Kern in einem traumatische Erlebnis. Suchterkrankungen (Substanzmissbrauch, Essstörungen), Borderline, Depressionen und Zwangs- und Angsterkrankungen sind häufig Beispiele dafür. Gerade deshalb ist es wichtig traumasensibel zu agieren. Sowohl innerhalb der psychosozialen Versorgung als auch im Alltag.



Unsere Büchern zum Thema

Psychosoziale Beratung und therapeutische Begleitung von traumatisierten Flüchtlingen.

Viele vor dem Krieg Geflohene haben in ihrem Heimatland oder auf der Flucht Schreckliches erlebt. Circa 40 Prozent der Flüchtlinge in Deutschland machen mehrfach traumatisierende Erfahrungen. Das Buch hilft Berater*innen und Begleiter*innen, belastete Migrant*innen und ihre Familien unter extrem instabilen Bedingungen zu stabilisieren.

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Traumasensible psychiatrische Pflege

Pflegende können mit alltagsnaher Begleitung viel zur Stabilisierung und Nachsorge traumatisierter Menschen beitragen, sowohl im stationären als auch im ambulanten Sektor. Diese Einführung aus erster Hand liefert dafür die theoretischen Grundlagen und viele praktische Hilfestellungen.

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Über sexuellen Missbrauch sprechen: ein Lesebuch, das Mut macht

Seit Hanna im Ferienlager von einem Betreuer sexuell missbraucht wurde, ist nichts mehr wie vorher. Sie ist ängstlich, wütend und fühlt sich wie in ein einer dichten, grauen Wolke, die keine Sonne mehr durchlässt.

Als Hanna endlich ihren Eltern davon erzählt, sucht die Familie Unterstützung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Hanna entdeckt, dass es Menschen und Methoden gibt, die ihr beim Umgang mit dem Trauma helfen. Die graue Wolke lichtet sich!

Ein Lesebuch für Kinder ab neun Jahren, das Gespräche über sexuellen Missbrauch erleichtert, mit therapeutischen Behandlungssettings und Methoden vertraut macht und die Hoffnung auf Besserung stärkt. Inklusive Downloadmaterial für Eltern und Erzieher*innen.

Empfohlen von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugend-Literatur und dem Michaelsbund.

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Umgang mit traumatisierten Patienten

»Das Buch soll Grundlagenwissen darüber vermitteln, was Trauma und Traumafolgen ausmacht – ein Anspruch, dem der Autor in übersichtlichen Kapiteln und facettenreichen Ausführungen voll und ganz gerecht wird.«

Beatrix Brunelle, Der Eppendorfer

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Wasims Weste – Kindern Flucht und Trauma erklären

Diese liebevoll illustrierte Geschichte über Flucht und Trauma zeigt nicht nur, was Kindern hilft, besser durch Krisenzeiten zu kommen, sondern wie auch traumatisierte Kinder Resilienz entwickeln können.

Ab 5 Jahren.

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Yussef und die Erinnerungsgeister – Kindern und Jugendlichen PTBS erklären

»Ein wunderbares kleines Buch, das mit klinischer Präzision die Kernsymptome des Traumaspektrums beschreibt, jedoch gleichzeitig in einfachen Worten einen einfühlsamen Zugang zum kulturübergreifenden Leiden der von posttraumatischer Belastungsstörung betroffenen Kinder und Jugendlichen findet.«

Dr. Elisabeth Kaiser, vivo international

Ab 8 Jahren.

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Warum ist traumasensibles Training so wichtig? –

Ein Forschungshäppchen aus der neuen Online-Akademie für psychosoziale Berufe »Mindemy«

Langzeitstress und Gewalterfahrungen durch Klient*innen sind für Mitarbeitende in psychosozialen Berufen leider häufig keine Seltenheit. In diesem Video stellen wir dir eine Studie vor, die untersucht, wie sich traumaspezifische Fortbildungen darauf auswirken können.

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»Der Gewalt begegnen – Online Vorlesungsreihe mit Prof. Thomas Bock

Im Wintersemester 2021/2022 widmete sich die Online-Vorlesungs Reihe von Prof. Thomas Bock der Universität Hamburg dem Thema »Der Gewalt begegnen«. Gleich die erste Vorlesung richtete den Fokus auf trauma-sensible Behandlung bei Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Zur Vorlesungsseite »


Beitragsbild: Menschen Vektor erstellt von pikisuperstar – de.freepik.com

Bild »Der Gewalt begegnen«: Gerd Altmann auf Pixabay

Herzlichen Glückwunsch zum Bundestverdienstkreuz, Frau Schädle-Deininger!

Eine Pionierin der psychiatrischen Pflege und der Sozialpsychiatrie wird mit dem Verdienstkreuz Erster Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

»Heute ehren wir das Lebenswerk von Frau Schädle-Deininger für die Weiterentwicklung der psychiatrischen Pflege.« Mit diesen Worten überreichte die hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Angela Dorn (links im Bild), beim Festakt der hessischen Staatsregierung in Wiesbaden die Auszeichnung.

Die vielen Schritte in Richtung eines ethischen, wertschätzenden und beratenden Umgangs mit psychisch erkrankten Menschen im Bereich der Pflege sind maßgeblich dem über 50 Jahre andauernden Engagement Schädle-Deiningers zu verdanken. Sowohl im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit als auch im Rahmen ihres Engagements in Verbänden hat sie einen Paradigmenwechsel in der Psychiatrischen Pflege erreicht. »Ohne zu untertreiben kann man Sie also als eine Pionierin im Bereich der Sozialpsychiatrie und der psychiatrischen Pflege bezeichnen«, so Dorn.

»Für mich ist diese Ehrung ein bewegendes Ereignis, vor allem, weil der Impuls dafür aus den Reihen der Selbsthilfe betroffener Menschen kommt«, sagt Schädle-Deininger selbst. In den 1970er-Jahren gehörte sie früh zur Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie (DGSP) und der Aktion Psychisch Kranke (APK). Auch der Psychiatrie Verlag hat dem Lebenswerk von Hilde Schädle-Deininger einiges zu verdanken. Zusammen mit Klaus Dörner, Ursula Plog und Asmus Finzen hat sie 1978 den Verlag gegründet, um das Lehrbuch »Irren ist menschlich« zu einem erschwinglichen Preis herausgeben zu können und auch darüber hinaus hat sie das Selbstverständnis der Psychiatrischen Pflege durch Unterricht und Bücher maßgeblich geprägt.

Seit Jahrzehnten liegt ihr besonders die Selbsthilfe von Menschen mit psychischen Erkrankungen und deren Angehörigen am Herzen. Heute noch begleitet sie das Engagement der »Selbsthilfe seelische Gesundheit« (Netz-G).

Auch wir sprechen ein großes Dankeschön für dieses außergewöhnliche Engagement aus.
Chapeau, Frau Schädle-Deininger!

Bildlegende: Hilde Schädle-Deininger (rechts) bei der Verleihung durch Staatsministerin Angela Dorn (links).

Das Foto wurde durch das Protokoll der Hessischen Staatskanzlei zur Verfügung gestellt.

Ganz schön stark! Unsere Kinder- und Jugendbuch-Neuheiten und Klassiker zum DGKJP-Kongress

Endlich ist das Paket da! Schnell ist eine Schere zum Öffnen gefunden. Mit Vorfreude durchtrennen wir das Paketband und klappen die Pappe auseinander. Hätten wir doch nur daran gedacht, den Moment mit dem Handy aufzunehmen, um ihn mit unseren Facebook Abonnent*innen zu teilen! Sei es drum, nächstes Mal. Da ist es! »Hanna und die graue Wolke«! Ein Kinderbuch zu einem schwierigen, aber unglaublich wichtigem Thema. Das Lesebuch unterstützt dabei mit Kindern über erlebten sexuellen Missbrauch zu sprechen.

Wenn eines unserer Kinder- oder Jugendbücher aus der Druckerei kommt, ist es für uns im Verlag immer ein ganz besonderer Moment. Verstehen Sie mich nicht falsch, jede einzelne unser Neuerscheinungen führt unweigerlich zu einem kleinen Freudentanz. Im Lektorat ist die Arbeit geschafft; Vertrieb, Marketing und Presse scharren schon mit den Hufen und freuen sich, dass es nun endlich richtig losgehen kann.

In diesem Monat haben wir zum DGKJP-Kongress sogar gleich zwei neue Kinder- und Jugendbücher an den Start gebracht! Sogar unsere neue Kinderbuchbroschüre (Link führt zum PDF Download) mit allen Kinder- und Jugendbuchtiteln hat es rechtzeitig aus der Druckerei geschafft! Der DGKJP-Kongress ist der größte Kongress zur Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Deutschland und findet vom 18. – 21. Mai in Magdeburg statt – links sehen Sie, wie sich unsere Kollegin Karin Koch über unseren Verlagsstand freut.


Jetzt aber zum Wesentlichen:
den beliebtesten Büchern in unserem Programm! (eine Auswahl)


Kinder sind besonders anfällig, wenn die Familie aus dem Gleichgewicht gerät. Psychische Erkrankungen, große Verluste und soziales Lernen stellen sie vor große Herausforderungen. Wie können Angehörige und professionelle Begleiter helfen? Unsere Kinderbuchreihe »Kids in BALANCE« steht Kindern zur Seite: Jedes Buch nimmt konsequent die kindliche Perspektive ein. Thematische Vielfalt liegt uns am Herzen, um die Kleinsten auch in möglichst vielen Lebenslagen zu unterstützen.

Eine Auswahl der Themen in Stichwörtern: ADHS, Autismus-Spektrum-Störung, Borderline, Depression, Emotionsbewältigung, Magersucht, Psychose, Regenbogenfamilien, Resilienzförderung, Selbstverletzendes Verhalten, Sexueller Missbrauch, Suizidgedanken, Trauer, Zwangsstörungen.

Jetzt Kinderbuchbroschüre mit allen Titeln herunterladen »

Gerne können Sie die Kinderbuchbroschüre für sich oder Ihre Einrichtung auch als kostenlose Printexemplare bestellen unter: info@balance-verlag.de

Alle Bücher der Kinderbuchreihe finden Sie hier »


Über sexuellen Missbrauch sprechen: ein Lesebuch, das Mut macht

Seit Hanna im Ferienlager von einem Betreuer sexuell missbraucht wurde, ist nichts mehr wie vorher. Sie ist ängstlich, wütend und fühlt sich wie in ein einer dichten, grauen Wolke, die keine Sonne mehr durchlässt.

Als Hanna endlich ihren Eltern davon erzählt, sucht die Familie Unterstützung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Hanna entdeckt, dass es Menschen und Methoden gibt, die ihr beim Umgang mit dem Trauma helfen. Die graue Wolke lichtet sich!

Ein Lesebuch für Kinder ab neun Jahren, das Gespräche über sexuellen Missbrauch erleichtert, mit therapeutischen Behandlungssettings und Methoden vertraut macht und die Hoffnung auf Besserung stärkt. Inklusive Downloadmaterial für Eltern und Erzieher*innen.

Empfohlen von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugend-Literatur und dem Michaelsbund.

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Wissen, was man fühlt

»Gefühle sind wie Songs, die im Hintergrund mitlaufen. Wir können lernen, ihnen zuzuhören und sie lauter oder leiser zu stellen. Sie abzustellen ist auf Dauer nicht sinnvoll und auch selten möglich. Manchmal drucken wir die Gefühle so sehr weg, dass sie fast verstummen, aber eigentlich sind sie Begleiter und Wegweiser, die uns in den jeweiligen Situationen beraten.«

Intensive Gefühle zu haben ist normal. Auch wenn es oft nicht einfach ist zu sagen, wie und was du fühlst, weil Gefühle sich in ganz unterschiedlicher Weise zeigen können. Du wirst vielleicht manchmal von deinen Gefühlen überwältigt oder kannst sie nur schwer kontrollieren. Wenn deine Gefühle kaum mehr zu ertragen sind oder sie sogar zu Selbstverletzungen oder Suizidgedanken führen, dann ist Hilfe gefragt!

Dieses Buch informiert dich über deine Emotionen und kann dich auch in einer Therapie begleiten. Du kannst lernen, mit deinen Gefühlen umzugehen! Die Autorinnen geben dir dafür konkrete Möglichkeiten an die Hand, deine Gefühle besser kennenzulernen, deine Emotionen besser zu regulieren und deine Bedürfnisse angemessen auszudrücken. Gegen Ende des Buchs wenden sie sich auch einmal direkt an deine Eltern und Freunde, damit sie sich diesem Thema stellen und dich auf deinem Weg besser unterstutzen können.

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P.S. auch für Erwachsene mit starken Gefühlen haben wir Rat: »Grenzenlos emotional. Von impulsiv bis Borderline«


»Ein Buch wie dieses, das gezielt Eltern, Lehrerinnen, psychosoziale Fachkräfte und andere in der Jugendarbeit Tätige anspricht, ihnen einen kurzen theoretischen Überblick und viel praktische Handlungsanleitungen bietet, ist von immenser praktischer Relevanz und wird hoffentlich eine breite Leserschaft finden.«
Diplom-Psychologe Dr. Marc Schmid, Universitäre Psychiatrische Kliniken Basel

Wenn Jugendliche sich selbst verletzen, ist das Befremden und Unverständnis im Umfeld groß. Ratlosigkeit, Scham und Schuldgefühle kulminieren oft in hilflosen Verboten und stärkerer Kontrolle. Für einen hilfreichen Umgang mit diesem Phänomen ist aber gerade die Beachtung der Autonomie der Jugendlichen genauso wichtig wie Gesprächsbereitschaft und Zuhören.

Dieses Buch zeigt, wann man eingreifen sollte und darf, wie man helfen kann, aber auch, wie man sich selbst schützt und abgrenzt.

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Was hilft dir, wenn du nicht mehr weiterweißt? Woran merkst du, dass du vielleicht mehr als nur »traurig« bist? Was sind typische Anzeichen für eine Depression, und wann solltest du dir professionelle Hilfe suchen?

Dieses Buch, mit vielen Sachinformationen und Erfahrungen junger Menschen, kann dich und Menschen, die dir nahestehen, auf deinem Weg begleiten, mit Problemen besser klarzukommen und dich schon bald etwas besser zu fühlen. Es unterstützt dich auch, wenn du ins Gespräch mit Eltern oder Therapeuten kommen willst. Auch wenn es sich gerade nicht so anfühlt: Du bist nicht allein, und du kommst da wieder raus!

Schau dir auch die Buchvorstellung des Autors Gunter Groen auf YouTube an. »

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Dieses Buch hilft gegen Monster: Der erste altersgerechte Ratgeber für junge Menschen mit Zwangsstörungen unterstützt auch Eltern und Therapeuten beim Kampf gegen den Zwang.

Zwei im Umgang mit Zwangserkrankungen erfahrene Psychotherapeutinnen informieren in unkomplizierter Sprache über die Merkmale und Therapiemöglichkeiten von Zwangsstörungen. Humorvoll, einfühlsam und mit zahlreichen konkreten Beispielen helfen die Autorinnen dabei, die Krankheit zu verstehen und zu bewältigen. Dieser Ratgeber holt die Betroffenen aus ihrer Einsamkeit und unterstützt sie dabei, Schritt für Schritt den Zwang zu vertreiben. Zusätzliche Informationen für die Eltern – die natürlich auch die Jugendlichen lesen dürfen – und Arbeitsmaterialien im Buch sowie als Download inklusive!

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