Unterstützte Entscheidungsfindung

Bei der Behandlung von psychischen Erkrankungen sind viele Entscheidungen zu treffen. Nicht selten wird dabei Zwang ausgeübt. Spätestens seit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention sollen Behandelnde, Betreuende und Angehörige jedoch nicht mehr stellvertretend für psychisch erkrankte Menschen entscheiden, sondern bei anstehenden Entscheidungen umfassend informieren und unterstützen, je nach Ausmaß der Behinderung und nach Komplexität der Entscheidung.

Dieses Buch lotet die Möglichkeiten unterstützter Entscheidungsfindung in der psychiatrischen Praxis aus. Neben der Darstellung spezifischer Herausforderungen bei bestimmten psychischen Störungen finden sich darin viele praktische Hinweise für die Betreuung, Begleitung und Therapie, insbesondere in kritischen klinischen Situationen. Empfehlenswert für alle Akteure im psychiatrischen Hilfesystem.

Recoveryprojekte – zur Nachahmung empfohlen!

Die von der Selbsthilfe geprägten Ideen von Recovery und Empowerment haben inzwischen Eingang in die S3-Leitlinie »Psychosoziale Therapien bei schweren psychischen Erkrankungen« gefunden, was sich in vielen Projekten in Behandlung und Ausbildung niederschlägt.

Das fängt mit der gemeinsamen Entscheidungsfindung von Fachleuten, Psychiatrieerfahrenen und Angehörigen an und hört mit dem Einsatz von Experten aus Erfahrung noch lange nicht auf, wird doch gerade der Bildungsbereich durch Recovery Colleges entdeckt. Voraussetzung ist ein neues, auf Kooperation und Koproduktion ausgerichtetes Selbstverständnis psychiatrisch Tätiger. Die hier versammelten Grundlagen und Praxisprojekte bieten jede Menge Ideen, die dazu beitragen können, Menschen in psychischen Krisen zu unterstützen und sich selbst fachlich neu aufzustellen.

Den Körper mitdenken

Körperliche Komorbiditäten werden bei Menschen mit einer psychischen Erkrankung noch immer zu wenig erkannt und bleiben daher unbehandelt. Dieses Buch füllt die Wissens- und Versorgungslücke und hilft bei der Abstimmung somatischer und psychiatrischer Pflege.

Mithilfe von Fallbeispielen zeigt das Autor*innenteam Ausprägungen und Auswirkungen von Herz-Kreislauf- Erkrankungen, Erkrankungen der Lunge sowie endokrinologischer und Stoffwechselerkrankungen. Dabei geht es auch auf medikamenteninduzierte Problemstellungen ein, z. B. auf hohe Gewichtszunahmen, Polypharmazie oder Fehlernährung sowie auf pharmakainduzierte Wechselwirkungen.

Sozialhilfeleistungen werden Rehabilitationsleistungen

Das Bundesteilhabegesetz (BTHG) soll Menschen mit wesentlichen Teilhabeeinschränkungen ein möglichst selbstbestimmtes Leben ermöglichen. Die Fachleistungen werden dazu künftig unabhängig von der Wohnform erbracht. Die Betroffenen erhalten ab 2020 Assistenzleistungen der Eingliederungshilfe, entsprechend ihrem individuellen Hilfebedarf.

Das Buch »Die Assistenzleistung – Anforderungen an die Eingliederungshilfe durch das BTHG« beantwortet als kompakte Einführung mit vielen Beispielen Fragen nach der zukünftigen Gestaltung der mobilen Unterstützung im Sozialraum und in betreuten Wohnangeboten.

Lia und das R-Team – Ein Bilderbuch für Erwachsene über Resilienz

Resiliente Kinder: verletzlich und stark

Lias Mutter geht es gar nicht gut, damit steht die Neunjährige vor einer Reihe von schwierigen Situationen. Was hilft ihr, selbst stark und gesund zu bleiben?

Ein Sach- und Bilderbuch für Fachleute und Eltern zeigt humorvoll und informativ, wie man die Ressourcen von Kindern psychisch erkrankter Eltern mobilisieren kann.

Selbstverletzendes Verhalten – Wie Sie Jugendliche unterstützen können

Wenn Jugendliche sich selbst verletzen, ist das Befremden und Unverständnis im Umfeld groß. Ratlosigkeit, Scham und Schuldgefühle kulminieren oft in hilflosen Verboten und stärkerer Kontrolle. Für einen hilfreichen Umgang mit diesem Phänomen ist aber gerade die Beachtung der Autonomie der Jugendlichen genauso wichtig wie Gesprächsbereitschaft und Zuhören.

Dieses Buch zeigt, wann man eingreifen sollte und darf, wie man helfen kann, aber auch, wie man sich selbst schützt und abgrenzt.

Neuer Webauftritt

Wenn Sie es bis hierhin geschafft haben, haben Sie es vielleicht schon gemerkt. Wir haben eine neue Website!

Das Buch im Mittelpunkt

Wie schon auf der alten Seite, bieten wir immer noch Services, wie eine Sammlung an hilfreichen Download-Material und eine Veranstaltungsseite, aber auf unseren neuen Seiten, steht ganz klar das Buch im Vordergrund. Damit Sie finden, was Sie suchen!

Handy, Tablet, Desktop – egal!

Im klaren und übersichtlichen Design haben wir unseren Shop komplett neu gestaltet. Unsere Seite passt sich den Displaygrößen aller Endgeräte wie Smartphones und Tablets problemlos an. Wie gewohnt stehen viele Extras wie Leseproben, Downloadmaterial, Informationen zu unseren Autoren und Veranstaltungen für Sie auf den einzelnen Buchseiten bereit.

Work in Progress

Gut Ding will Weile haben – das gilt leider auch für einen umfangreichen Relaunch. Deshalb sind einzelne Bereiche der Webseite noch nicht verfügbar, wie zum Beispiel der Zugriff für Zeitschriftenabonennten. Natürlich stehen die digitalen Abonnements immer noch zum Download bereit (Abonnenten bitte hier » entlang), nur eben noch nicht im neuen Gewand. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, diesen Service schnellstmöglich auch im neuen Design anbieten zu können.

Neue Website – Neue Kundenkontos

Durch den Umzug und den Systemwechsel im Hintergrund ist es leider erforderlich, dass Sie sich ein neues Kundenkonto anlegen. Dafür haben Sie im neuen Konto viele Vorteile: zum Beispiel eine Übersicht über alle getätigten Bestellungen und Zugriff auf alle Downloadkäufe. Und wenn Sie keine Lust haben, sich ein neues Konto anzulegen, können Sie jederzeit als Gast bestellen. Einfach so, ohne Registrierung. Bezahlen können Sie über Rechnung, Paypal, Kreditkarte oder Lastschrift. Wählen Sie einfach aus, was Ihnen am besten gefällt.

Und nun – Viel Spaß beim Stöbern!

Annahmen und Fakten: Antidepressiva

Die Deutsche Gesellschaft Soziale Psychiatrie (DGSP) hat eine Stellungsnahme und Forderungen zu Antidepressiva herausgegeben.

In der Behandlung von depressiven Erkrankungen nimmt die Verschreibung von antidepressiven Medikamenten konstant zu. Aktuell werden in Deutschland 1,5 Milliarden Tabletten pro Jahr verordnet. Das ist eine Versiebenfachung im Vergleich zu 1991 – bei nur geringer Erhöhung der Bevölkerungszahl [1]. Gleichzeitig zeigt sich keine Verringerung der krankheitsbedingten Ausfälle und sogar eine lineare Erhöhung der Anzahl der Berufsunfähigkeitstage und der Berufsunfähigkeitsrenten wegen Depressivität [2,3].

Wir trauern

Sibylle Prins

* 22. Februar 1959      † 14. Juli 2019

Nach langer, schwerer Krankheit verstarb in der Nacht zum 14. Juli 2019 unsere Autorin Sibylle Prins.

Sibylle Prins war seit 1991 in der Selbsthilfe Psychiatrie-Erfahrener aktiv. Als Autorin, als Herausgeberin mehrerer Bücher, als Redakteurin der Sozialpsychiatrischen Informationen und als Referentin ließ sie unzählige Menschen an ihren Gedanken teilhaben, brachte sie zum Nachdenken, oft zum Schmunzeln, spendete Trost und schenkte Hoffnung. Im letzten Jahr noch veröffentlichte sie, zusammen mit Svenja Bunt, einen Ratgeber von Psychiatrie-Erfahrenen für Psychiatrie-Erfahrene: »Ein gutes Leben und andere Probleme«.

Ihr feiner Humor, ihre messerscharfen Gedanken und ihre Fähigkeit, das Glück immer auch in den kleinen Dingen zu suchen und zu finden – all das wird uns und so vielen anderen fehlen.

Rezept für einen Sommersalat

täglich ein Blick in die Wolken

um die Seele zu weiten

vor dem Frühstück eine frische Brise

um die Haut zu wecken

und das Oberstübchen zu lüften

ein Stück Obst damit man

die Süße des Lebens schmeckt

jeden Abend Palaver mit Gelächter

einmal wöchentlich mit dem Fahrrad

einen Hügel hinab

für Saus und Braus

mittags ein sanft schläfriger Tagtraum

leicht wie ein Schmetterling

zum Abheben

Sibylle Prins

Aus: Tagtraumzeit-Nachdenkzeit-Lächelzeit, Paranus Verlag, 2010

Eine andere Art von Wahnsinn

Als Stephen Hinshaw, heute Professor für Psychologie und Psychiatrie, als junger Student von der schweren psychischen Erkrankung seines Vaters erfährt, hebt sich ein Schleier von Schweigen und Scham, der 18 Jahre lang über der Familie gelegen hat. In seiner Autobiografie erzählt er vom langen Schweigen und Hoffen seiner Familie.

Rätselhafte Ausbrüche und Abwesenheiten des ansonsten liebevollen und zugewandten Vaters sowie das verschämte Schweigen der Familie und ihrer Umgebung prägten Stephen Hinshaws Kindheit und Jugend.

Die Offenlegung des Familiengeheimnisses nennt Hinshaw seine »psychische Geburt«. Er beginnt, das Mosaik der verheimlichten und oft erschreckenden Lebensgeschichte seines Vaters zusammenzusetzen. Dabei deckt er schließlich auch die korrekte Diagnose für die Erkrankung des Vaters auf: bipolare Störung.

Ein aufrüttelnder Bericht darüber, was Stigmatisierung psychisch erkrankten Menschen und ihren Angehörigen antut und eine lesenswerte, preisgekrönte Autobiografie (Best Book Award, American Book Fest 2018 Autobiography/Memoirs).

»Wunderschön geschrieben, zutiefst bewegend. Ein Meisterwerk«
Glenn Close

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