Unerziehbar: Netzwerke und Kontinuitäten

Aufarbeitung der Verbandsehrungen in der deutschen Kinder- und Jugendpsychiatrie 1950 – 1990

Format:
Kartoniert
Auflage:
1. Auflage 2024
Seiten:
298
ISBN:
978-3-96605-274-0
45,00 
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Was zwischen 1933 und 1945 in Deutschland geschah, wirkte fort. Dies galt auch für die Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie. Die inhaltliche Kontinuität spiegelte sich in den Personen wider, die auch nach 1945 in entscheidenden Positionen tätig waren. Im Auftrag der Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie e.V. (dgkjp) haben die Autoren anhand der Verbandsehrungen nachgezeichnet, welche Mitgliedern aktiv die NS-Rassenpolitik vertreten und z.B. T4-Gutachten erstellt hatten.
Der lange Weg zur Distanzierung von Ehrenmitgliedern ist nicht nur eine historisch wichtige Aufgabe, sondern auch eine gute Grundlage für die kritische Reflexion der ärztlichen Berufsausübung heute: Wer stellt die Bedarfe von Kindern und Jugendlichen fest? Wer entscheidet über Freiheitsentzug? Welche Rolle nehmen Gutachten ein? Und auch: Wie wird die heutige Arbeit in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie wohl in 50 Jahren rückblickend bewertet werden?

Leseprobe

Autor Klaus Schepker

Klaus Schepker, Dr. biol. hum., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm.

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ein Foto von Prof. Dr. Michael Kölch
Autor Prof. Dr. Michael Kölch

Michael Kölch, Prof. Dr. med., ist Lehrstuhlinhaber für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie an der Universität Rostock und Direktor der Klinik für Psychiatrie, Neurologie, Psychosomatik und Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter der Universitätsmedizin Rostock.

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ein Foto von Jörg M. Fegert
Autor Jörg M. Fegert

Prof. Dr. med. Jörg M. Fegert ist Ärztlicher Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, Universitätsklinikum Ulm, und Präsident der europäischen Fachgesellschaft European Society for Child and Adolescent Psychiatry (ESCAP).


2026 wurde er mit dem Deutschen Kinderschutzpreis sowie der Ehrenmedaille der Fachgesellschaft der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Link zur Pressemitteilung.

Foto von Prof. Dr. Fegert während seiner Dankesrede auf dem DGKJP-Kongress, mit seinem Lehrbuch im Hintergrund

Pressefoto der Preisverleihung auf dem DGKJP-Kongress 2026

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