SI- Der tierische Freund – zwischen sozialem Alltag und Therapie Filmische Dramaturgien des Tiers als Freund und Helfer des Menschen: Hans J. Wulff – Ausgabe 2/2019

Der tierische Freund – zwischen sozialem Alltag und Therapie Filmische Dramaturgien des Tiers als Freund und Helfer des Menschen Hans J. Wulff Innige Beziehungen zwischen Mensch und Tieren gehören vom Beginn der Filmgeschichte an zum Kernbestand filmischen Erzählens. Allerdings zeigt genaueres Hinsehen, dass es fast immer Bindungen des Menschen an das Tier sind, die für die Entfaltung der Geschichte im Zentrum stehen – Geschichten, in denen Tiere als ein projektives Außen der menschlichen Handlungsfiguren erscheinen, als Substitut sozialer Beziehungen zu anderen, als Teil und Instrument von Identitätsarbeit, manchmal gar als Geschöpfe, die dem Schutz der Menschen anvertraut sind und an denen sich die Werte menschlichen Handelns erweisen müssen. Und in manchen Geschichten werden sie zu einem Außen des Figuren-Ich, gehen mit diesem zusammen durch Krisen hindurch, bewältigen sie als imaginäre Doppelfigur von Ich und Tier.