Recht & Psychiatrie 2/2023

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Der erste Beitrag von Leuschner und Rausch beschäftigt sich mit der Behandlung von Strafgefangenen in der Sicherungsverwahrung. Der Beitrag stellt die Ergebnisse einer Langzeitstudie zur Behandlungspraxis von Sicherungsverwahrten und Strafgefangenen vor. Durch die Studie wurden Behandlungsangebote auf ihre Anwendungshäufigkeit, der erkannte Bedarf an ihnen und ihr Erfolg untersucht, wobei bei der Studie verschiedene Tätergruppen überprüft wurden. Die Ergebnisse der Studie zeigen, wie wenige Straftäter und Sicherungsverwahrte an diesen Angeboten teilnehmen und dass es Verbesserungspotenzial bei den vorhandenen Angeboten gibt.

Im zweiten Aufsatz von Obert, Dudeck, Masanz-Wolkewitz und Jürgen Bielesch geht es um die Frage nach der Reintegration psychisch kranker Straftäter in Gemeindepsychiatrien. Bisher ist wenig bekannt, wie den forensisch-psychiatrischen Einrichtungen die Resozialisierung der Straftäter im Maßregelvollzug gelingt. In diesem Beitrag werden erstmals die Erhebungen des Gemeindepsychiatrischen Verbunds (GPV) Stuttgart über die deutschen Katamnesedaten von 2010 bis 2019 von aus der Forensik entlassenen Straftätern (n = 41) vorgestellt. Eine weitere Studie berichtet über 28 weitere Personen, deren Katamnese noch anhält. Dabei lässt sich feststellen, dass sich die beiden Stichproben nicht signifikant voneinander unterscheiden.

Giesen, Retz, Merscher, Barra und Retz-Junginger setzen sich in ihrem Beitrag mit der psychosozialen Belastung im Justizvollzugsdienst auseinander. Der Beitrag kritisiert, dass die Herausforderungen für die Beschäftigen im Justizvollzugsdienst im beruflichen Alltag steigen und gleichzeitig keine Angebote bereitgestellt werden, um die Resilienz der Beschäftigten zu stärken. Bezogen wird sich auf internationale Studienergebnisse, welche zunehmende psychische Belastungen der Beschäftigten durch verschiedene Stressoren darlegen. Diese Belastungen können auch zu gesundheitlichen Schäden führen. Die Autoren stellen in ihrem Beitrag verschiedene eruierte Stressoren vor und erläutern ihre Auswirkungen auf die psychische Gesundheit der Beschäftigten. Dabei wird sich nur auf die Ergebnisse internationaler Studien bezogen, da es in Deutschland bisher keine vergleichbaren empirischen Ergebnisse gibt.

Im letzten Aufsatz beschäftigen sich Schlotthauer und Yundina mit einer der wichtigsten rechtspsychologischen Forschungsfragen, und zwar, inwiefern Vorstrafen eines Angeklagten gerichtliche Entscheidungen beeinflussen. Der Beitrag bezieht sich dabei auf Stichproben von deutschen Richtern und Staatsanwälten. Des Weiteren wird der Einfluss theoretischer und praktischer Kenntnisse aussagepsychologischer Methodik auf die Glaubhaftigkeitsbeurteilung und Verurteilungswahrscheinlichkeit einer Aussage dargestellt. Die Ergebnisse der Stichproben zeigen, dass die Vorstrafen tatsächlich Einfluss auf die Verurteilungswahrscheinlichkeit haben. Außerdem stellt der Beitrag fest, dass für die Glaubhaftigkeitsbeurteilung der Beruf und theoretische Kenntnisse relevant sind.

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www.forensik.de