(1 Kundenrezension)

Nebeltage, Glitzertage

Kindern bipolare Störungen erklären

Format:
Hardcover
Auflage:
1. Auflage 2018
Seiten:
40
ISBN:
978-3-86739-133-7
15,00 

Manchmal ist es in der Wohnung ganz still und trübe – als wäre es ganz nebelig. An solchen Tagen kann Mama nicht aufstehen. Logisch, dass Pit als großer Bruder für Lina da ist! Und dann sind da noch die Glitzertage – an solchen Tagen will Mama ganz viel machen und kaufen. Sie beschenkt und verwöhnt Pit und Lina. Da kann auch mal das ganze Wohnzimmer voller Topfpflanzen stehen. An solchen Tagen wird Papa ganz böse. Er macht sich Sorgen, weil Mama so viel kauft.

Gut, dass es Onkel Jan gibt. Er kennt Mama und erklärt Pit und Lina, was mit Mama los ist. Ein Arzt kann Mama schließlich helfen. Und die Topfpflanzen? Die kriegen die Nachbarn – ist doch klar!

Anschaulich und sehr liebevoll beschreibt das Buch aus Sicht zweier Geschwister das Wechselbad der Gefühle durch die bipolare Störung der Mutter. Die Empfindungen der Kinder, aber auch ihr Zusammengehörigkeitsgefühl werden feinfühlig dargestellt. Angeboten wird die emotionale Entlastung angesichts der psychischen Erkrankungen eines Elternteils.

Leseprobe

Autoren und Herausgeber

Autorin Karen-Susan Fessel

Karen-Susan Fessel ist Schriftstellerin und lebt und arbeitet in Berlin. Seit 1994 sind mehr als dreißig Romane und Erzählungen für Kinder, Erwachsene und Jugendliche erschienen, die teils mehrfach ausgezeichnet und übersetzt wurden. 2020 wurde ihr für ihr literarisches Schaffen und soziales Engagement das Bundesverdienstkreuz verliehen.

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Illustratorin Heidi Kull

Heidi Kull war Diplomdesignern und arbeitete als freiberufliche Illustratorin, Storyboarderin und Animatorin in Berlin.

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Bewertungen

  • T. L.

    Wie lebt es sich mit einer Mutter, die heute zu Tode getrübt nicht aus dem Bett kommt und morgen
    Himmel hochjauchzend die verrücktesten Sachen unternimmt? Davon handelt die Geschichte von
    Lina. Ihre Mutter leidet unter einer bipolaren Störung. Jeder Mensch ist nicht jeden Tag gleich gut
    gelaunt, bei Linas Mutter ist es jedoch anders, da diese Stimmungsschwankungen länger andauern
    und teilweise extrem sind. Der Leser lernt sehr bildhaft sowohl die Nebeltage der Mutter als auch die
    Glitzertage kennen. Als es eskaliert, holt der Vater für die Mutter psychiatrische Hilfe. Das Buch
    endet damit, dass die Mutter mit Hilfe von Psychotherapie und Medikation nicht mehr in „Auf und
    Abs“ gerät (kindliches Happy End). Das Buch dient gut zur Psychoedukation von Kindern
    (Angehörigen) von Betroffenen. Man kann mit Kindern im Gespräch gut
    weiterüberlegen, was es noch für Verhaltensweisen gibt, wenn man gerade einen Glitzertag hat oder
    was sie aus eigenen Erfahrungen kennen.

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