Schreibaufruf zu Magersucht verlängert

Viele haben uns gesagt, wie wichtig es ist auf das Thema Magersucht aus der Perspektive der Betroffenen zu berichten. Weil uns Anfragen mit der Bitte um mehr Zeit zum Schreiben erreicht haben, verlängern wir nun die Frist bis zum 31.1.2021!

Hier noch mal die Eckpunkte: Menschen mit der Diagnose Magersucht (Anorexie) haben nicht nur eine Essstörung. Es gibt mehr und ganz anderes zu erzählen als über die Beschäftigung mit Essen, Nichtessen, Kalorienzählen und Gewicht. Es gibt andere Geschichten zu berichten, als über Zwangsmaßnahmen, Einschränkungen und die Unmöglichkeit, an Dingen teilhaben zu können.

Dieses Buchprojekt hat das Ziel, einen Rahmen für die Erfahrungen von Menschen mit der Diagnose Anorexie zu schaffen. Auch und gerade interessieren uns die Geschichten von Erwachsenen (auch Männern!), die schon längere Zeit mit der Erkrankung leben. Wir wünschen uns Texte zu folgenden Themen: Wie gelingt es Dir, am Alltag teilzuhaben mit und trotz der vielleicht chronischen Erkrankung? Welche Träume, Wünsche und Ziele gibt es in Deinem Leben, auch wenn Du vielleicht nur ganz heimlich an sie denken magst? Wer und was hilft Dir im Alltag?

Angedacht ist eine Veröffentlichung ausgewählter Texte im BALANCE buch + medien verlag. Weil dort nur ein bestimmter Platz zur Verfügung steht, kann dies nicht nur dazu führen, dass wir nicht alle Texte übernehmen können, sondern auch, dass es vonseiten der Herausgebenden oder des Lektorats Anregungen gibt, Passagen zu überarbeiten, bestimmte Themen zusätzlich aufzunehmen oder auch Textteile zu streichen. Nur so kann es möglich werden, dass das Buch als Ganzes lebendig wird und in sich stimmig bleibt.

Die Beiträge sollten möglichst als Word-Dokument abgespeichert werden und nicht mehr als 15.000 Zeichen (mit Leerzeichen) umfassen. Am Ende jeden Textes wäre es schön, wenn du in 5–6 Stichpunkten noch einmal auflisten würdest, was Dir geholfen hat, den Alltag zu schaffen. Außerdem möchten wir Dich bitten, Magersucht in einem Satz zu beschreiben, der mit folgenden Worten beginnt: Magersucht ist für mich ….

Schreib uns bitte auch, ob du im Falle einer Veröffentlichung bereit bist, dies unter deinem Namen oder unter Pseudonym zu tun, ob du ggf. Lesungen machen oder auch Pressefragen beantworten würdest.

Wir freuen uns sehr über Zuschriften und sind gespannt auf Deinen Erfahrungsbericht!

E-Mails bitte an: magersucht@balance-verlag.de

Betreff: Buchprojekt Magersucht

Einsendeschluss ist der 31.1.2021

Wir werden eine Eingangsbestätigung verschicken, bitten aber um Verständnis, wenn wir erst Mitte April 2021 über den Stand der Dinge informieren können: Ob das Buch zustande kommt oder nicht, wer dabei ist oder nicht.

Wir sind:

Christiane Tilly: Ich habe eigene Erfahrungen mit Magersucht seit der Pubertät, bin Diplom-Pädagogin, habe an verschiedenen Buchprojekten mitgearbeitet und arbeite derzeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin.

Eckhard Klein: Ich habe erst 2005 verstanden, dass ich Magersucht habe. Da war ich 40 Jahre alt. In diesem Jahr war ich in einer Klinik. Ich war zu der Zeit Redakteur beim NDR. Heute bin ich beim SPIEGEL. Die Magersucht ist noch da. Aber ich habe mich mit ihr arrangiert – mal mehr, mal weniger.

Foto: Rainer Sturm  / pixelio.de

Stellenausschreibung: SOUL LALA – Projektmitarbeiter*in gesucht!

Für das Projekt SOUL LALA sucht der Dachverband Gemeindepsychiatrie für die Geschäftsstelle in Köln ab dem 01. November 2020 eine*n Projektmitarbeiter*in für den Bereich Medien (m/w/d) in Teilzeit (bis 1. Februar 2021 50 %, danach 75 %).

SOUL LALA ist das Inklusionsprojekt des Dachverbands Gemeindepsychiatrie e.V. für Jugendliche und junge Erwachsene. Das Projekt klärt über das Thema »Seelische Gesundheit« auf und bringt deutschlandweit Menschen mit und ohne Behinderungen bei Aktivitäten in den Bereichen Schule und Ausbildung, Kunst und Kultur, Sport und Freizeitgestaltung zusammen. Ziel ist es, Vorurteile abzubauen und die gesellschaftliche Teilhabe junger Menschen mit psychischen Problemen zu fördern.

Alle Informationen zur Stelle und zur Bewerbung gibt es auf der Seite von SOUL LALA »

Verbändeverbund ehrt Opfer der NS-»Euthanasie« mit virtueller Gedenkveranstaltung.

In der Tiergartenstraße 4 in Berlin plante und führte das NS-Regime die systematische Ermordung von Menschen mit körperlichen, geistigen und seelischen Behinderungen (»Aktion T4«) durch. Als Erinnerung an diese Verbrechen organisieren die Verbände aus dem sog. »Kontaktgespräch Psychiatrie« gemeinsam mit verschiedenen anderen Organisationen seit vielen Jahren im September eine Gedenkveranstaltung.
In diesem Jahrgibt es alle Informationen zu Aktivitäten und Projekten auf dem virtuellen Gedenkportal www.nichtvergessen-gedenktag2020.de.

Am 4. September findet von 14 bis 16 Uhr eine Diskussionsveranstaltung zum Thema »Die Würde des Menschen sichern. Im Alltag!« statt. Teilnehmer sind u. a.: Hans Thiersch (Professor für Erziehungswissenschaft und Sozialpädagogik), Jürgen Dusel (Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen), Klaus Obert (Kontaktgespräch Psychiatrie), Georg Schomerus (Experte für Sozialpsychiatrie und Leiter der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Leipzig), Elke Prestin (angefragt).

Interessierte können über den auf dem virtuellen Gedenkportal bereitgestellten ZOOM-Link live an der Veranstaltung teilnehmen.

Die Stiftung Denkmal hat außerdem einen Einladungsflyer in Leichter Sprache veröffentlicht. Dieser kann hier » heruntergeladen werden.

Initiatoren der Veranstaltung:

• Aktion Psychisch Kranke
• AWO Bundesverband
• Bundesarbeitsgemeinschaft Gemeindepsychiatrische Verbünde
• Bundesnetzwerk Selbsthilfe seelische Gesundheit (NetzG)
• Bundesverband der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen
• Bundesverband evangelische Behindertenhilfe
• Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener
• Bundesweites Netzwerk Sozialpsychiatrische Dienste
• Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie
• Deutscher Caritasverband
• Dachverband Gemeindepsychiatrie
• Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde
• Deutsches Rotes Kreuz
• Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie
• Diakonie Deutschland
• Der Paritätische Gesamtverband
• Förderkreis Gedenkort T4

Schreibaufruf für ein neues Buchprojekt von Aspies e.V. und Silke Lipinski

Es gibt viel zu berichten von einem Leben mit Autismus: von einem möglicherweise schwierigen Alltag mit autistischen Besonderheiten, von eigenen Bedürfnissen in den Bereichen Kommunikation und Interaktion mit Mitmenschen, über die Vorliebe für Vorhersehbarkeit oder Umgang mit sensorischen Besonderheiten. Es gibt aber sicher auch andere Geschichten zu berichten als über Einschränkungen und die Unmöglichkeit, an Dingen teilhaben zu können. So gibt es für uns vielleicht den besonderen Genuss z.B. von liebgewonnenen Abläufen oder die Freude bei der Beschäftigung mit unseren eigenen jeweiligen Interessen.

Dieses Buchprojekt hat das Ziel, einen Rahmen für die vielen Facetten eines Lebens als Autist*in zu schaffen. Wir würden uns über Textbeiträge von Euch freuen. Hier ein paar Ideen als Anregung für Themen:

  • Wie gelingt es dir, am Alltag teilzuhaben – mit und trotz der Unterschiede und Schwierigkeiten?
  • Wer und was hilft dir im Alltag?
  • Gibt es besondere persönliche autistische Eigenschaften, die du als Stärke erlebst?
  • Hat sich etwas oder hast du dich mit zunehmendem Alter verändert?
  • Welche Strategien im Umgang mit anderen Menschen hast du entwickelt?
  • Spielt Sport für dich eine Rolle?
  • Was ist dir wichtig?
  • Auf welche Weise kannst du dich erholen und/oder Energie bekommen?
  • Was magst du an anderen Menschen mit Autismus?
  • Was hättest du gerne früher in deinem Leben (über Autismus) gewusst?
  • Welche Erlebnisse hast du mit motorischen Besonderheiten und wie gehst du damit um?
  • Hast du dich schon mal »im falschen Körper« gefühlt (z.B. weil du transgender bist)?
  • Was ist das schlimmste oder auch schönste Gefühl auf der Welt für dich? Wie gehst du mit Regeln um?
  • Hast du Freude an Details und wie kannst du diese am besten genießen?

Dies sind nur einige Ideen, die ihr in euren Texten aufgreifen könntet. Es gibt sicher noch viel mehr Themen und Inhalte, die ihr wichtig und erzählenswert findet. In euren Texten müsst ihr selbstverständlich nicht sämtliche Themenbereiche eures Lebens behandeln. Wählt etwas aus, das euch wichtig ist. Der Grundgedanke unseres Buchprojektes ist vor allem:

  • Was würdet ihr als Autist*in gerne anderen Autist*innen mitteilen?
  • Was würdet ihr gerne von anderen Autist*innen erfahren und lesen?

Angedacht ist eine Veröffentlichung als Sammelband im BALANCE buch + medien verlag: https://balance-verlag.de. Weil nur ein bestimmter Platz zur Verfügung steht, kann dies dazu führen, dass wir nicht alle eingesandten Texte übernehmen können. Wir werden eine Eingangsbestätigung verschicken und euch später informieren, ob das Buch zustande kommt oder nicht und welche Texte dabei sind. Dazu können wir euch voraussichtlich bis Ende Februar 2021 etwas sagen.

Die Beiträge sollten möglichst als Word-Dokument abgespeichert werden und nicht mehr als 15.000 Zeichen (mit Leerzeichen) umfassen. Außerdem möchten wir dich bitten, Autismus in einem Satz zu beschreiben, der mit folgenden Worten beginnt: Autismus ist für mich ….

Schreib uns bitte auch, ob du im Falle einer Veröffentlichung bereit bist, dies unter deinem Namen oder unter Pseudonym zu tun. In beiden Fällen freuen wir uns über einen Satz zu deiner Person mit Alter, Wohnort, ggf. Beruf und Familienstand. Was du nicht mitteilen willst, musst du natürlich nicht schreiben.

Wir freuen uns sehr über Zuschriften und sind gespannt auf deinen Erfahrungsbericht!

E-Mails bitte an: bibliothek@aspies.de
Betreff: Buchprojekt

Einsendeschluss ist der 30. September 2020.

Euer Aspies e.V. Vorstand und Silke Lipinski

Genesungsbegleiter*in gesucht

Das TWW startet mit Genesungsbegleitung und sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt in Teilzeit (19,25 Std./Woche) eine*n Genesungsbegleiter*in für die allgemeinpsychiatrische Akutstation in den Kliniken des Theodor-Wenzel-Werks.

Alles Weitere zur Stelle finden Sie hier »

Notwendige Kenntnisse im Umgang mit Psychopharmaka

Auszug aus dem Lehrbuch: »Medikamentenbehandlung bei psychischen Störungen. Leitlinien für den psychiatrischen Alltag«, von Asmus Finzen, Harald Scherk und Stefan Weinmann:

»Der Titel des vorliegenden Buches ist Programm: Medikamentenbehandlung bei psychischen Störungen und nicht etwa: Medikamentenbehandlung psychischer Störungen. Auch nach sechzig Jahren Psychopharmakotherapie gibt es kein Medikament, das eine psychische Krankheit heilen könnte.

Als die erste Auflage dieses Buches 1979 erschien, war dies eine Binsenweisheit. Seither sind viele Erkrankte und Therapeuten dem von interessierter Seite gepflegten Mythos und eigenen Heilserwartungen aufgesessen, indem sie glauben, Psychopharmaka wirkten ursächlich. Das ist bis zu einem gewissen Grade verständlich, denn manche psychischen Krankheiten sind mit so großem Leid verbunden, dass man glauben möchte, man könnte sie heilen, wenn man nur zum richtigen Medikament greife.

Leider ist das Unsinn. Wir wissen viel zu wenig über die biologischen Hintergründe psychischer Störungen, als dass man auch nur an den Versuch denken könnte, in ihr Ursachengefüge mit Medikamenten eingreifen zu können.

Mit anderen Worten: Psychopharmaka wirken symptomatisch. Das ist kein Grund, sie gering zu schätzen. Zwar lösen die Medikamente die Probleme psychisch kranker Menschen nicht, richtig angewandt können sie ihnen dennoch helfen und dazu beitragen, ihre Leiden zu lindern und ihre Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass Medikamente seit Jahrzehnten aus dem psychiatrischen Alltag nicht mehr wegzudenken sind.

Weil das so ist, ist eine kritische – und eine selbstkritische – Haltung angebracht. Umso bedauerlicher ist es, dass viele Therapeuten deutlich weniger Mühen auf den Erwerb von Kenntnissen im Umgang mit Medikamenten aufwenden, als sie sie in ihre psychotherapeutische Ausbildung investieren. Dass Medikamentenbehandlung eine simple Sache sei, ist ein folgenschwerer Irrtum, der viel Leid über die Kranken bringt.«

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