Gies et al.: Arbeitszufriedenheit von Mitarbeiter*innen der allgemeinen und der forensischen Psychiatrie – Einzelartikel aus R&P 4/2026

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Die Arbeitszufriedenheit ist ein bedeutender Faktor sowohl für die Produktivität der menschlichen Arbeit als auch für die Dauerhaftigkeit der Tätigkeit. Insbesondere in der Psychiatrie sind die Anforderungen an Mitarbeiter*innen hoch, wobei sich allgemeine und forensische Psychiatrie in ihren Belastungen unterscheiden dürften. Ziel der Untersuchung ist es daher, Unterschiede in den Arbeitszufriedenheiten von Mitarbeiter*innen der allgemeinen und der forensischen Psychiatrie zu identifizieren. Ebenfalls sollen Ursachen für unterschiedliche und/oder geringe Arbeitszufriedenheit erkannt und entsprechende Handlungsempfehlungen aufgezeigt werden. Mithilfe eines standardisierten Onlinefragebogens wurden alle Mitarbeiter*innen mit Patient*innenkontakt des AMEOS Klinikums für Psychiatrie und Psychotherapie sowie des AMEOS Klinikums für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie in Neustadt (Holstein) hinsichtlich verschiedener Aspekte ihrer Arbeitszufriedenheit befragt. Der Fragebogen wurde mittels Mittelwert, Median und Standardabweichung deskriptiv ausgewertet. Zusätzlich wurden die Unterschiede mittels einfaktorieller ANOVA sowie des Pearson-Korrelationskoeffizienten ermittelt. In der vorliegenden Stichprobe ist der Mittelwert der Arbeitszufriedenheit bei den Mitarbeiter*innen der forensischen Psychiatrie höher als bei denen der allgemeinen Psychiatrie, die Differenz ist jedoch statistisch nicht signifikant. Hinsichtlich einzelner Faktoren bestehen jedoch deutliche Unterschiede. Insgesamt zeigen die Ergebnisse der Befragung, dass insbesondere hinsichtlich der Anerkennung und des Gehaltes Handlungsbedarf besteht.
  Schlüsselwörter: Arbeitszufriedenheit, Psychiatrie, Belastungen, Forensische Psychiatrie, Befragung