Gühne, U. et al.: Akutbehandlung im häuslichen Umfeld – Gratisartikel aus SI 2/2026

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Internationale Modelle, wissenschaftliche Evidenz und ihre Bedeutung für eine zukunftsfähige psychiatrische Versorgung
Im internationalen Vergleich zeigt sich, dass mobile Krisenteams nicht nur Krankenhausaufenthalte reduzieren können, sondern auch dazu beitragen, die Zufriedenheit bei den Betroffenen und ihren Angehörigen zu erhöhen. Die Wirksamkeit entsteht dabei weniger durch einzelne Interventionen als durch das Zusammenspiel aus schneller Erreichbarkeit, multiprofessioneller Expertise und der Möglichkeit, im vertrauten Umfeld gemeinsam mit Bezugspersonen Lösungen zu entwickeln. Die aufsuchende Akutbehandlung ist damit nicht nur eine Versorgungsform, sondern Ausdruck eines Haltungswechsels: weg von institutioneller Zentrierung, hin zu einer konsequent personenzentrierten, gemeindenahen Psychiatrie.
Autor*innen: Uta Gühne, Stefan Weinmann, Elke Prestin, Thomas Becker, Steffi G. Riedel-Heller