Editorial und Inhaltsverzeichnis SI 4/2026

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die kränkelnde Gesellschaft
Zwischen Psychiatrisierung und Zeitgeist
In Zeiten multipler Krisen wird die Gesellschaft fragiler und anfälliger. Ist dieser Eindruck belastbar? Denn trotz einiger auch psychiatrischer Diagnosen, die aktuell gehäuft vorkommen und den Anschein geben, dass Erkrankungen zunehmen, gibt es auch einige Erkenntnisse, die dem eher widersprechen. Diese spätmodernen Aushandlungsprozesse werden im vorliegenden Heft dargestellt, und anhand vielfältiger Beispiele und Befunde diskutiert. Themen sind etwa:
    • Über den Verlust widersprüchlicher Selbstdeutungen im neoliberalen Zeitalter (Laura Wiesböck)
    • Zur psychischen Gesundheit junger Menschen. Ergebnisse der COPSY-Studie im Kontext multipler Krisen (Anne Kaman et al.)
    • Faktoren der Diagnoseninflation (Holger Richter)