Priscilla Gregório Hertz, Lisanne Breiling, Daniel Turner, Martin Rettenberger-Die Praxis der ambulanten Nachsorge für haftentlassene Sexualstraftäter in Deutschland – Ausgabe 3/2019

Aufgrund der aktuellen gesetzlichen Bestimmungen in Deutschland werden Personen, die aufgrund von sexuell motivierten Straftaten verurteilt wurden, im Anschluss an ihre Entlassung aus dem Justizvollzug extramural von ambulanten Einrichtungen (weiter-)behandelt und betreut. In der vorliegenden Untersuchung wurde erstmals der Versuch unternommen, deutschlandweit den Ist-Stand der extramuralen Versorgungsstrukturen, die in den letzten Jahren für aus dem Justizvollzug entlassene (oder zu einer Bewährungsstrafe verurteilte) Sexualstraftäter aufgebaut wurden, abzubilden. Zu diesem Zweck wurde ein Online-Fragebogen konzipiert und an alle Einrichtungen versandt, die zuvor als Anbieter extramuraler Betreuungs- und Behandlungsleistungen identifiziert werden konnten. Dabei wurden unter anderem Informationen über die zu behandelnden Personen, die dabei zum Einsatz kommenden Behandlungstechniken und die Anwendungspraxis standardisierter diagnostischer und kriminalprognostischer Verfahren erhoben. Für den vorliegenden Beitrag wurden besonders relevante Ergebnisse dieses Projekts ausgewählt und vor dem Hintergrund der Möglichkeiten und Grenzen ambulanter Nachsorge von Sexualstraftätern diskutiert.

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